Aktuelles

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          • Bewusstsein für Ausgrenzung schärfen“ – Unsere Projekttage zu Anne Frank

            30.03.2026

            Was können wir heute aus der Geschichte lernen? Dieser Frage gingen 30 Schülerinnen und Schüler der Klassen 8a und 9a der Pestalozzi-Regelschule Apolda drei Tage lang intensiv auf den Grund. Als eine von nur 12 Klassen thüringenweit erhielten wir den Zuschlag für das EU-Projekt „Gear UP!“ des Eine Welt Netzwerks Thüringen e.V. – eine Chance, die uns nachhaltig beeindruckt hat.

            Ein bemerkenswertes Zeitzeugnis

            Ein Tagebuch ist etwas zutiefst Persönliches – ein privater Rückzugsort für Ängste und Träume. Dass wir heute Annes intimste Gedanken lesen dürfen, ist ein bemerkenswertes Privileg. Ein authentischeres Zeitzeugnis gibt es wohl kaum: Es lässt uns die Geschichte durch die Augen eines Mädchens erleben, das uns in seinem Wesen so ähnlich ist.

            Das Leben hinter dem Bücherschrank
                     

            „Ich höre bei jedem Geräusch, ob es nicht jemand ist, der kommt, um uns zu holen. Wir müssen den ganzen Tag über auf Zehenspitzen laufen und ganz leise sein...“ (Anne Frank)
             

            Wie muss es sich angefühlt haben, über zwei Jahre lang in einem geheimen Hinterhaus in der Prinsengracht 263 in Amsterdam verborgen zu leben? Der einzige Zugang war hinter einem drehbaren Bücherschrank getarnt. Besonders intensiv diskutierten wir darüber, dass Anne als Jugendliche kaum einen Rückzugsort hatte und sich ihr winziges Zimmer sogar mit einem fremden Mann teilen musste. Die ständige Angst vor Entdeckung und die absolute Stille am Tag machten Geschichte für uns greifbar: Aus einer historischen Figur wurde ein Mensch mit Schicksal.

            „Deine Anne“ im ehemaligen Nazi-Bau

            Der Auftakt führte uns nach Weimar in das heutige Museum für Zwangsarbeit. Dass die Anne Frank-Ausstellung ausgerechnet in diesem ehemaligen Gauforum – einem massiven Bau der Nationalsozialisten – stattfand, erzeugte ein beklemmendes Gefühl.

            Besonders positiv blieb die Begleitung durch die Peer-Guides Lilli, Lennard, Jakob und Marta in Erinnerung. Da die Guides im gleichen Alter wie unsere Schüler waren, fühlten sich alle sofort „abgeholt“. In einem intensiven zweitägigen Workshop hatten sie sich zuvor auf ihre Aufgabe vorbereitet. Für unsere Jugendlichen war dies eine willkommene Abwechslung zur herkömmlichen Museumsführung.

            Ein Moment blieb dabei besonders im Gedächtnis: Als die Guides auflisteten, was Anne als Jüdin während des NS-Regimes alles nicht mehr durfte – vom Kinobesuch bis zum Schwimmbadverbot –, herrschte betroffene Stille. Für heutige Jugendliche ist eine solche totale Ausgrenzung aus dem Alltag einfach unvorstellbar. Dieser Austausch auf Augenhöhe regte viele ehrliche Gespräche über Zivilcourage an.

            Spurensuche und Kontraste auf dem Hauptfriedhof


            „Was geschehen ist, kann nicht ungeschehen gemacht werden, aber man kann verhindern, dass es wieder passiert.“ (Anne Frank)


            Gemeinsam mit Vertretern des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. besuchten wir verschiedene Gedenkstätten auf dem Weimarer Hauptfriedhof. Die räumliche Nähe zum ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg war dabei ständig präsent. Auch, dass mehr als 2000 Juden im Friedhofskrematorium verbrannt und später auf dem Gelände verscharrt wurden, ließ vielen den Atem stocken.

            Besonders bewegend war der Besuch am Grab der jüdischen Familie Schmidt. Die Geschichte dieser verfolgten Weimarer Bürger machte das Unrecht, das direkt vor unserer Haustür geschah, schmerzlich deutlich. Im krassen Gegensatz dazu stand die Entdeckung auf dem Gräberfeld des Zweiten Weltkriegs, wo NS-Offiziere direkt neben unschuldigen Soldaten liegen. Diese Nachbarschaft von Tätern und Opfern führte zu einer intensiven Reflexion über Menschenrechte und die Folgen rassistischer Denkmuster.

            Soziale Ungleichheit & Kreativ-Workshop

                   
                 „Wie wunderbar ist es, dass niemand auch nur eine Minute zu warten braucht, um die Welt langsam zu verändern!“ (Anne Frank, 26. März 1944)


            Bildungsreferent Christian-Friedrich Lohe (Stiftung EJBW) verdeutlichte soziale Ungerechtigkeit durch ein Spiel mit veränderlichen Regeln. Wir diskutierten hitzig darüber, wie wir heute aktiv Ungleichheiten abbauen können.

            Den Abschluss bildete ein Kunstworkshop unter der Leitung von Dr. Christoph Mauny und Dozent*innen der Mal- und Zeichenschule Weimar. Wir gestalteten ein gemeinsames Leporello (Zickzack-Faltbuch) und nutzten die Cyanotypie (Blaudruck durch Sonnenlicht). Was mit Unsicherheit begann, endete in Stolz: „Ich hatte erst nicht so richtig Lust, aber ich find’s voll cool!“, resümierte ein Teilnehmer.

            Ein Fazit, das bleibt

            Ein großes Dankeschön gilt allen Referentinnen und Referenten, der Schulleitung sowie den Lehrkräften, die das Projekt unterstützt haben. Sie alle haben dieses Projekt ermöglicht. Wir nehmen die Motivation mit, unsere eigene Perspektive immer wieder zu hinterfragen.

            Schaut vorbei! Das beeindruckende Leporello mit den Kunstwerken der Klassen 8a und 9a wird in Kürze im Schulgebäude ausgestellt. Wir laden alle herzlich ein, sich selbst ein Bild von unserer Arbeit zu machen.

            (Verfasserin: Melanie Fischer)

          • Willkommen zurück! – Abschlussjahrgang 2000 besucht die Pestalozzischule

            23.03.2026

            Am vergangenen Samstag hieß es an der Pestalozzischule Apolda: „Herzlich willkommen zurück!“

            Nach 26 Jahren kehrten die ehemaligen Schülerinnen und Schüler des Abschlussjahrgangs 2000 erstmals wieder gemeinsam an ihre alte Wirkungsstätte zurück. Begleitet wurden sie von ihrer ehemaligen Klassenlehrerin Frau Hein und ihrem ehemaligen Lehrer Herrn König – ein vertrautes Wiedersehen, das schon beim Betreten der Schule für viele strahlende Gesichter sorgte.

            Der Tag begann mit einem Rundgang durchs Haus. Die neue Schulleiterin hieß die Ehemaligen herzlich willkommen und führte sie durch die Modernisierungen und Veränderungen des Hauses. Anschließend machten sich die Ehemaligen auf eine kleine Spurensuche durchs Gebäude. „War hier nicht früher der Raum von …?“ oder „Den gab es damals doch noch gar nicht!“ – solche Erinnerungen sorgten für viele Lacher und kleine Anekdoten.

            Besonders das Dachgeschoss überraschte: Früher führte dort ein langer, dunkler Gang in kleine, eher lichtarme Räume mit Kreidetafeln. Herr König erinnerte sich, dass genau dieser Jahrgang damals die Holzvertäfelungen im Gang angebracht hatte, um die Wände zu schützen. Auch die neue Aula, entstanden aus dem Umbau zweier Fachräume, stieß auf großes Interesse und zeigte, wie sehr sich die Schule in den vergangenen Jahren verändert hat.

            Ein besonders bewegender Moment entstand im Raum 23: Zwar war dies nicht ihr ursprünglicher Klassenraum, doch viele hatten hier viel Zeit verbracht. Kaum betraten die Ehemaligen den Raum, suchten die ersten sofort ihre alten Sitzplätze auf. Für einen Augenblick herrschte stille Erinnerung – nach 26 Jahren hielten alle kurz inne, lachten über gemeinsame Erlebnisse und ließen die alten Schulzeiten noch einmal lebendig werden.

            So wurde der Besuch zu einem rundum gelungenen Nachmittag voller Geschichten, Erinnerungen und kleiner Überraschungen, der die lange Geschichte der Pestalozzischule Apolda lebendig machte.

            Wir bedanken uns herzlich bei dieser sympathischen Gruppe für das Teilen ihrer Erinnerungen, das viele Lachen und Schmunzeln sowie für das großzügige Geschenk, das der Abschlussjahrgang 2000 der Schule überreichte.

             

          • Teil von CoPrax: Pestalozzischule Apolda unterstützt praxisnahe Lehrerbildung

            20.03.2026

            Wir freuen uns sehr, dass die Pestalozzischule Apolda nun offiziell Teil der Community of Practice (CoPrax) ist – einem exklusiven Netzwerk der Initiative WandelBAR, gefördert vom Stifterverband.

            In Thüringen gehören diesem Netzwerk nur zwei Ausbildungsschulen an, darunter unsere Pestalozzischule. Beim Kick-off in Bonn brachte unsere Schulleiterin Maria-Magdalena Lessat ihre langjährige Erfahrung in der Lehrerausbildung ein. Vor ihrer Leitung der Pestalozzischule war sie Fachleiterin in Erfurt und verantwortlich für die Ausbildung zahlreicher Lehrkräfte an Regelschulen. Ihre Expertise fließt direkt in unsere Arbeit ein und stärkt die praxisorientierte Ausbildung unserer Studierenden.

            Als Ausbildungsschule für das duale Studium an Regelschulen begleiten wir Studierende von Anfang an, verbinden Theorie und Praxis und unterstützen sie dabei, wertvolle Unterrichtserfahrungen zu sammeln und ihre Kompetenzen weiterzuentwickeln.

            Die Zusammenarbeit im Netzwerk ermöglicht es, wissenschaftliche Erkenntnisse und schulische Praxis eng miteinander zu verzahnen und gewinnbringend für den Schulalltag an Regelschulen nutzbar zu machen.

            Durch unsere aktive Mitarbeit in CoPrax festigen wir unsere Rolle als Ausbildungsschule und gestalten die Zukunft des Lehramts an Regelschulen aktiv mit. Wir entwickeln neue Ideen, erproben innovative Unterrichtskonzepte und stärken die Professionalität unserer Lehrkräfte – ein Gewinn für Studierende, das Kollegium und alle Schülerinnen und Schüler unserer Schule.

            Weitere Informationen: https://www.stifterverband.org/wandelbar

          • Erster Tag der Mathematik an der Pestalozzischule Apolda – Knobeln, Staunen und kleine Mathe-Genies

            13.03.2026

            Zum ersten Mal wurde an der Pestalozzischule Apolda ein Tag der Mathematik veranstaltet – und er war ein voller Erfolg. Fünf Stunden lang trafen sich 28 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 5 bis 9, um gemeinsam zu rechnen, zu knobeln und ihre Begeisterung für Mathematik zu teilen.

            Altersübergreifend arbeiteten die Teilnehmenden an kniffligen Aufgaben, suchten kreative Lösungswege und stellten ihr mathematisches Können unter Beweis. Dabei wurde konzentriert nachgedacht, gemeinsam diskutiert – und auch viel gelacht. Schnell wurde deutlich: Hier waren echte kleine Mathematik-Genies am Werk.

            Die Schülerinnen und Schüler äußerten sich begeistert über diesen besonderen Schultag und auch unsere Mathematiklehrerinnen und -lehrer freuten sich über das große Interesse und die Motivation der Teilnehmenden.

            Ein herzlicher Dank gilt Frau Schönberg, Frau Bechvinovska, Herrn Sonnhalter-Rosenstengel und Herrn Schumann die diesen gelungenen Tag organisiert haben.

            Unterstützt wurde die Veranstaltung außerdem durch Mittel des Europäischen Sozialfonds (ESF).

            Nach diesem erfolgreichen Auftakt steht fest: Der Tag der Mathematik hat das Potenzial, zu einer schönen Tradition an der Pestalozzischule Apolda zu werden.

             

          • Große Augen, Forschergeist und ein skelettierter Ehrengast: Grundschüler erobern die „Pesta“ in Apolda

            30.03.2026

            Apolda, 12. Februar 2026 – Einmal selbst Blitze in der Physik erzeugen, die Geheimnisse der Pharaonen entschlüsseln oder einem Skelett die Hand schütteln: Zum gestrigen Tag der offenen Tür an der Pestalozzischule Staatliche Regelschule wuselten mehr als 200 neugierige Besucher durch die Penne. Im Mittelpunkt standen die künftigen Fünftklässler, die ihre potenzielle neue Schule mit echtem Entdeckergeist unter die Lupe nahmen.

            Väter-Power und ein prominenter Knochenmann

            Auffällig im diesjährigen Besucherstrom: Besonders viele Papas begleiteten ihren Nachwuchs durch die Flure. Vermutlich lag es daran, dass sich die Mamas für die traditionelle Apoldaer Weiberfastnacht hübsch machten. Für den wohl spektakulärsten Moment auf den Gängen sorgte Biologie-Lehrerin Frau Riese: Zur Feier des Tages schob sie das alte Schul-Skelett „Roland“ höchstpersönlich über den Gang. 

            Zwischen Reagenzglas und Turnmatte
            In den Fachräumen tauchten die Kinder tief in den Schulalltag ein. In Physik und Chemie sorgten Experimente für offene Münder, während die Sportlehrer zu einer kleinen Fitness-Challenge einluden. Wer lieber Farben statt Muskeln spielen lassen wollte, konnte im Kunstraum kreativ werden oder in Geschichte auf Zeitreise gehen.

            Besonders herzlich wurde es als die ehemalige Schülerin Sophia Zaubitzer (36) ihre Klassenlehrerin Frau Rehfeld wieder sah. Da flossen sogar ein paar Freudentränchen.

            Stärkung aus der Schulküche
            Damit bei all den Eindrücken niemandem die Puste ausging, lief die schuleigene Küche zur Hochform auf. Der Schulförderverein der Pestalozzischule zauberte eine leckere Auswahl an Kuchen, Brezeln und herzhaften Pizzaschnecken.

            Am Ende des Tages war klar: Die „Pesta“ lebt – und freut sich auf den Nachwuchs. Wer den Termin verpasst hat, findet alle Informationen zum Schulleben sowie den Anmeldebogen hier auf der Website.

             

        • Kontakt

          • Pestalozzischule Staatliche Regelschule
          • 03644 555797
          • Bachstr. 23
            99510 Apolda
            Germany
          • Maria-Magdalena Lessat
          • Schulsachbearbeiterin Michelle König
          • 03644 555798
          • Landratsamt Weimarer Land
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